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Klassische Musik und Oper von Classissima

Pjotr Iljitsch Tschaikowski

Sonntag 19. Februar 2017


ouverture

23. Januar

Haydn . Mozart (Querstand)

ouvertureJoseph Haydn (1732 bis 1809) hat erstaunlich wenige Solo-Konzerte geschrieben; entstanden sind sie üblicherweise als Gelegenheitswerke, für befreundete Musiker. Norbert Anger lässt auf dieser CD gemeinsam mit den Dresdner Kapellsolisten unter Leitung von Helmut Branny jene bei- den Violoncello-Konzerte erklingen, bei denen die Autorschaft Haydns gesichert ist, weil Autographen auf- gespürt worden sind.  Das erste Cellokonzert in C-Dur Hob VIIb:1 komponierte Haydn vermutlich um 1765 für seinen Freund Joseph Franz Weigl, Erster Cellist der Hofkapelle beim Fürsten Esterházy. Es wirkt noch ziemlich barock – ganz anders als das zweite Cellokonzert in D-Dur aus dem Jahre 1783. Es entstand für Anton Kraft, der von 1778 bis 1790 in der Eisenstädter Hofkapelle musizierte, und um 1800, wie auch sein Sohn Nikolaus, als der beste Cellist in Wien galt. Dieses zweite Konzert wiede- rum kann sowohl in seiner Struktur als auch in seiner Melodik und Har- monik als das Musterbeispiel eines klassischen Konzertes gelten.  Ergänzt wird das Programm durch das Konzert D-Dur für Violoncello und Orchester von Wolfgang Amadeus Mozart. Kenner der Materie werden nun stutzen und darauf hinweisen, dass Mozart doch gar kein Cellokonzert geschrieben hat. Cellisten haben das immer bedauert, und deshalb gab es etliche Versuche, andere Konzerte des Komponisten für das tiefe Streich- instrument umzuarbeiten. So hat der Spanier Gaspar Cassadó Moreu (1897 bis 1966) Mozarts Hornkonzert Es-Dur KV 447 adaptiert. Er hat dazu nicht nur die Tonart geändert, sondern mit Kürzungen und Hinzufügungen auch in die Substanz eingegriffen. Cassadó hat dieses Werk 1930 in Bukarest zum ersten Male gespielt, und es danach in sein Konzertrepertoire aufgenommen.  Bekannt sind alle drei Konzerte. Dem Label Querstand kann man zu dieser Einspielung mit Norbert Anger und den von Helmut Branny geleiteten Dresdner Kapellsolisten nur gratulieren – denn diese gelungene CD wird ganz sicher ihre Käufer finden; sie hätte ohne Zweifel auch bei den „Platz- hirschen“ der Branche gut ins Programm gepasst.  Norbert Anger ist seit 2013 Konzertmeister der Violoncelli der Sächsischen Staatskapelle Dresden. Er ist Preisträger vieler renommierter internationa- ler Wettbewerbe, darunter der Tschaikowski-Wettbewerb in Moskau, der Concours Rostropovich in Paris oder der Deutsche Musikwettbewerb. Der Dresdner Cellist musiziert sehr souverän und klangschön, mit edlem, wie von innen erstrahlenden Ton – was besonders Haydns zweites Cellokon- zert zu einem Erlebnis werden lässt. Die Dresdner Kapellsolisten, gegrün- det 1994, sind ihm dabei kompetente Partner. Bravi! 

ouverture

17. Dezember

Tchaikovsky: Ballet Suites for Piano Duo (Pentatone)

„One evening after a beautiful dinner, a good friend of ours with a love for rare and obscure music, handed us Arensky's arrangement of Tchaikovsky's Nutcracker to play as a piano duet“, berichten Mari und Momo Kodama im Beiheft zu dieser CD. „There and then, we sight-read it over a glass of wine all in the name of fun. The scores turned out to be such wonderful music that we decided to play it in our concerts, and that was a great success! Following that, we looked up on more arrangements made by other famous composers, such as Debussy ans Rachmaninov, of Tchaikovsky's ballets, that a friend had told us about.“  Letzten Endes ist daraus dann dieses Album entstanden. Die beiden Schwestern lieben Tschaikowskis Ballettmusiken, vor allem Nussknacker, seit ihrer Kindheit. „We practically grew up with the Nutcracker“, er- innern sich die Pianistinnen. „We were about three or four years old when our music teacher gave us a recording – our first recording of Nutcracker which we played at the time.“ Diese Liebe ist offenbar immer noch sehr lebendig, und prägt das Spiel der beiden Klaviervirtuosinnen. Die Nuss- knacker-Suite, die hier in der Version von Anton Stepanowitsch Arenski (1861 bis 1906) zu hören ist, erklingt äußerst sorgsam ausgearbeitet, und mit einem hinreißenden Farbenreichtum – es ist wirklich eine Pracht.  Weniger anfangen kann ich mit der Dornröschen-Suite, die einst der 18jährige Sergej Rachmaninow für Klavier zu vier Händen bearbeitet hat. Wie man im Beiheft lesen kann, war auch Tschaikowski einst damit nicht glücklich, und hat umfangreiche Korrekturen vorgenommen. Wie auch immer – mein Favorit ist das nicht.  Spannend ist allerdings Schwanensee – zu diesem Ballett existieren offenbar gleich zwei Suiten. Die eine, geschaffen vom Moskauer Klavierprofessor Eduard Langer (1835 bis 1905), besteht eigentlich aus sechs Stücken; die Kodama-Schwestern haben daraus zwei berühmte Szenen und den Tanz der kleinen Schwäne ausgewählt. Die andere Suite wurde geschaffen vom blutjungen Claude Debussy (1862 bis 1918), der 1880 Tschaikowskis Mäzenin Nadjeschda von Meck auf ihren Reisen durch Europa begleitete, und ihren Kindern Klavierunterricht gab. Er hat den russischen, den spanischen und den neapolitanischen Tanz für Klavierduo bearbeitet – und das sehr charmant. 




ouverture

13. Dezember

Tchaikovsky: Der Nussknacker / Stravinsky: Divertimento aus Der Kuss der Fee (Oehms Classics)

Weihnachten – dieses Fest ist untrennnbar verbunden mit der Histoire d'une casse-noisette, von Alexandre Dumas d. Ä., die wiederum auf dem Märchen Nußknacker und Mausekönig von E. T. A. Hoffmann beruht. Das Ballett, getanzt zur Musik von Peter Tschaikowski (1840 bis 1893), gehört ebenso zur Advents- zeit wie Weihnachtsmarkt, Glühwein, Kerzen und Räuchermännchen.  In jedem Jahr erglänzen Kinderaugen beim Anblick des großen Weihnachtsbaumes, umgeben von fröhlichem Gewusel. Wer schätzt sie nicht, diese ganz besondere Stimmung, wenn der geheimnisvolle Pate Droßelmeier eintritt und seine Geschenke verteilt, wenn der Nußknacker zum Leben erwacht und sich in einen Prinzen verwandelt, und wenn die Schneeflocken ihren Walzer tanzen? Und auch die Großen halten den Atem an, wenn die Spielzeugsoldaten versuchen, das Heer des Mausekönigs abzuwehren. Diesen Vorweihnachtszauber bringt nun das Gürzenich-Orchester Köln unter Leitung seines Ehrendirigenten Dmitrij Kitajenko in jede Stube. Die Musiker haben auf zwei CD die komplette Ballettmusik eingespielt, nebst einigen Melodien aus Der Kuss der Fee von Igor Strawinsky (1882 bis 1971). Dieses Ballett hatte der Komponist seinerzeit auf Wunsch der russischen Primaballerina Ida Rubinstein geschaffen, mit musikalischem Material von Tschaikowski und nach dem Märchen Die Eisjungfrau von Hans Christian Andersen – ein Schelm, wer dabei an Freud denkt. Wie auch immer; ein Erfolg jedenfalls wurde das Ballett seinerzeit nicht, und Strawinsky stellte aus der Musik eine Suite zusammen, die er Divertimento nannte.  Kitajenko lässt diese Musik tänzerisch-beschwingt spielen, detailreich und fein abgestimmt. So wirkt sie immer elegant, bleibt stets lebendig und im Fluss. Das Gürzenich-Orchester folgt Kitajenkos Dirigat geschmeidig und engagiert. Akzente, Rubato, Crescendo und Diminuendo – mit höchster Präzision setzen die Musiker seine Vorgaben um; der Orchesterklang, der daraus resultiert, zeichnet sich durch Transparenz und Klarheit aus. Und ein kleines bisschen Puderzucker, wohldosiert eingesetzt, hat doch seine Reize. Geradezu liebevoll zelebriert werden zudem Klangfarben – man höre nur den Blumenwalzer, es ist wirklich eine Pracht. Kitajenko macht deutlich, dass „romantisch“ durchaus ein Kompliment sein kann. Eine der schönsten Nußknacker-Aufnahmen, unbedingt anhören! 



Pjotr Iljitsch Tschaikowski
(1840 – 1893)

Pjotr Iljitsch Tschaikowski (25. April 1840 - 25. Oktober 1893) war ein russischer Komponist. Obwohl er nicht der Gruppe der Fünf angehörte, gilt er als bedeutendster russischer Komponist des 19. Jahrhunderts.



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