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Klassische Musik und Oper von Classissima

Pjotr Iljitsch Tschaikowski

Freitag 24. März 2017


nmz - neue musikzeitung

17. März

Musikhochschulen in München und Moskau wollen enger kooperieren

nmz - neue musikzeitung Moskau - Die Münchner Hochschule für Musik und Theater und das Moskauer Tschaikowski-Konservatorium wollen ab sofort noch enger zusammenarbeiten. Am Rande der Delegationsreise von Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) in die russische Hauptstadt unterzeichneten der Rektor des Staatlichen Tschaikowski-Konservatoriums, Alexander Sokolow, und der Präsident der Hochschule für Musik und Theater München, Bernd Redmann, am Donnerstag einen Partnerschaftsvertrag.  Ziel sei ein stärkerer Austausch in den Bereichen Musikwissenschaft, Neue Musik, Chorleitung und Historische Aufführungspraxis sowie die Entwicklung gemeinsamer Projekte. «Das Moskauer Tschaikowski-Konservatorium ist eine der renommiertesten und traditionsreichsten Ausbildungsstätten für Musik weltweit», sagte Redmann nach der Unterzeichnung. In politisch unruhigen Zeiten sei es umso wichtiger, dass die lebendigen Beziehungen zwischen Russland und Deutschland im Kulturbereich gestärkt würden. Weiterlesen

nmz - KIZ-Nachrichten

17. März

Musikhochschulen in München und Moskau wollen enger kooperieren

Moskau - Die Münchner Hochschule für Musik und Theater und das Moskauer Tschaikowski-Konservatorium wollen ab sofort noch enger zusammenarbeiten. Am Rande der Delegationsreise von Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) in die russische Hauptstadt unterzeichneten der Rektor des Staatlichen Tschaikowski-Konservatoriums, Alexander Sokolow, und der Präsident der Hochschule für Musik und Theater München, Bernd Redmann, am Donnerstag einen Partnerschaftsvertrag.  Ziel sei ein stärkerer Austausch in den Bereichen Musikwissenschaft, Neue Musik, Chorleitung und Historische Aufführungspraxis sowie die Entwicklung gemeinsamer Projekte. «Das Moskauer Tschaikowski-Konservatorium ist eine der renommiertesten und traditionsreichsten Ausbildungsstätten für Musik weltweit», sagte Redmann nach der Unterzeichnung. In politisch unruhigen Zeiten sei es umso wichtiger, dass die lebendigen Beziehungen zwischen Russland und Deutschland im Kulturbereich gestärkt würden. Weiterlesen




Crescendo

10. März

Zwei Generationen, eine Leidenschaft: Warum zwei Klassikhörer nicht mehr ohne können

Dem einen wurde schon als planschendem Kleinkind Wagners „Ring“ erzählt, die andere lässt gerne ein Lied zum Sinnbild ihres Sommers werden. crescendo sprach mit Rainer Wolf (79) und Stella Sundheimer (17) über Musik und Hörgenuss. Was war Ihre erste Begegnung mit klassischer Musik? Rainer Wolf: Meine Mutter war Wagner-begeistert und hat mir schon als Kleinkind in der Badewanne den Inhalt vom „Ring“ erzählt. Später hat sie mich auch mal mit in die Oper oder Operette genommen. Feuer gefangen habe ich aber erst mit Mitte 20 bei einem Studentenkonzert der Freien Universität in Berlin bei Dvořáks Neunter, deren berühmtes Motiv es mir angetan hat. Stella Sundheimer: Meine Eltern haben immer schon viel Klassik, aber auch Musik von Supertramp bis Jazz gehört. Mit den Nachbarskindern haben mein jüngerer Bruder und ich unseren Eltern die „Zauberflöte“ vorgeführt, die wir halb auswendig konnten. Außerdem sind wir immer an Weihnachten mit Papi und einer anderen Familie in die Oper gegangen. Wichtiger als die Vorstellung war für uns aber ehrlich gesagt der Kakao, den es vorher im Hotel Vierjahreszeiten gab; insgesamt hat mich früher das Bühnenbild und das Drumherum mehr fasziniert als die Musik. Beherrschen Sie selbst ein Instrument? Stella Sundheimer: Im Kindergarten habe ich Blockflöte gespielt und in der Grundschule mit Klavier angefangen. Seither gab es schon Zeiten, wo ich gar keine Lust zum Üben hatte. Zum Glück komponiert mein Klavierlehrer für jede Altersklasse selber Stücke, die ich allein durchs Zuhören nachspielen konnte. Das hat mir Spaß gemacht und war weniger langweilig als Tonleitern. Rückblickend bin ich froh, dass ich dabei geblieben bin. Mittlerweile spiele ich eine Stunde vor mich hin, wenn ich Zeit habe. Dabei kann ich gut abschalten. Wie oft gehen Sie in die Oper und in Konzerte? Stella Sundheimer: Meine Großeltern haben mehrere Abos, die meine Eltern mit nutzen können. Außerdem kaufen sie häufiger Karten. Wenn einer der beiden keine Zeit hat, darf ich kurzfristig einspringen. Mich monatelang im Voraus auf eine Vorstellung festzulegen, finde ich aber schwierig. Die Namen sagen mir oft nichts. Während der Festspiele kann es sein, dass ich einmal pro Woche gehe. Dann vergeht aber auch mal ein halbes Jahr ohne Opernbesuch. Rainer Wolf: In Berlin hatten wir den großen Vorteil, dass es übrig gebliebene Studentenkarten für zwei Mark gab. Das wurde bei mir mit vier bis fünf Mal Oper und Theater pro Woche schnell exzessiv. Was ich schon damals sehr geschätzt habe, war Opern mehrfach zu hören. Denn ich habe den Eindruck, dass jede Aufführung anders ist. Seit Ende meines Studiums sind meine Veranstaltungs-Besuche etwas weniger geworden, aber immer noch recht häufig. Was gibt Ihnen die Musik? Rainer Wolf: Erstens ist Musik Nahrung für die Seele. Zweitens finde ich sie eine attraktive Form der Freizeitgestaltung. Als kritischer Geist vergleiche ich sehr gerne. Die gleiche Oper in verschiedenen Inszenierungen oder das gleiche Konzert in verschiedenen Interpretationen zu hören macht mir Spaß. Dabei bin ich sehr fixiert auf Hochkultur, das heißt bestimmte Sänger, Regisseure oder Dirigenten wie Karajan oder Petrenko, was die Maßstäbe ungeheuer ändert. Das schließt aber nicht aus, dass man im semiprofessionellen Bereich auch Entdeckungen machen kann. Wie orientieren Sie sich bei der Auswahl? Rainer Wolf: Ich lese gerne viele verschiedene Zeitungen und gehe nach Namen. Stella Sundheimer: Ich habe das Glück, dass sich meine Eltern gut auskennen. Wenn sie etwas aussuchen, muss ich das eigentlich mögen. Die Musik kenne ich oft schon von CDs. Außerdem ist es ein Vorteil, bei Opern über den Inhalt der Geschichte Bescheid zu wissen. Denn meist bezieht sich die Musik auf den Inhalt. Welche Musik hören Sie zu Hause? Stella Sundheimer: Klassik höre ich von mir aus eher weniger, dafür aber fast immer nebenbei aktuelle Musik. Mit meinem Bruder teile ich mir ein Spotify-Abo, so dass wir aus einer unglaublich großen Auswahl bunt gemischt streamen, speichern und offline können. Manchmal entdecken wir dabei neue Sachen, die wir dann vergleichen. Besonders genieße ich es, 15 bis 20 Minuten in die Schule zu laufen und dabei mit Kopfhörer allein Musik zu hören. Das ist Zeit nur für mich, in der keiner mit mir reden will. Toll finde ich auch, im Sommer ein Lied zu haben, das wir zu jedem Anlass hören und das alle auswendig können. Oder mit Freunden am See zu sitzen, wenn einer Gitarre spielt und die anderen dazu singen. Das sind Momente, an die man sich immer erinnert. Alle konzentrieren sich auf eine Sache. Rainer Wolf: Im Bezug auf moderne Elektronik bin ich nicht affin. Aber ich höre gerne bewusst Klassik von der CD, um nach einer Oper oder einem Konzertbesuch noch mal zu vergleichen. Dabei dunkle ich nicht den Raum und schließe die Augen. Aber man muss sich schon konzentrieren. Ich dirigiere dann auch gerne mit. Radio mag ich auch, weil man dort manchmal unvorbereitet auf spannende Dinge stößt. Kommerzielles Radio stört mich aber wegen der Häppchen-Kultur mittlerweile sehr. Generell sind mir aber alle Formen von lebendiger Musik lieber als die aus der Steckdose. Suchen Sie Ihre Musik je nach Stimmung aus? Stella Sundheimer: Schon. Abends im Bett höre ich andere Sachen, als wenn ich mich mit meinen Freundinnen für eine Party fertig mache. Rainer Wolf: Für mich war es jahrelang das Sonntagsvergnügen, zum Frühstück laut das „Capriccio Italien“ von Tchaikovsky oder den „Don Juan“ zu hören. Heute dürfen es je nach Stimmung auch mal Verdi-Heuler, Puccini oder der „Trauermarsch“ als dem Ring sein. Heutzutage ist Musikhören mit Kopfhörern weit verbreitet. Machen Sie das auch? Rainer Wolf: Maximal 30 Minuten, wenn ich eine Schiffsreise mache und dabei Grieg oder Mendelssohn Bartholdy höre. Ansonsten hasse ich die Dinger, weil die mir in den Ohren drücken. Stella Sundheimer: Auf Autofahrten benutze ich die immer, weil ich meine eigene Musik und nicht die Kindergeschichten von meinem kleinen Bruder hören will. Zuhause drehe ich Musik lieber laut auf, zum Beispiel beim Kücheaufräumen. Außerdem hat mein Vater eine tolle Anlage, bei der die Lautsprecher perfekt auf einen bestimmten Platz auf dem Sofa ausgerichtet sind. Da wird einem bewusst, was es für Unterschiede gibt. Schauen Sie auch Musik-Videos? Rainer Wolf: Ich habe eine ganze Menge Opern-DVDs, die ich mir mit Genuss zu Gemüte führe. Videos schaue mich mir nur selten an, finde aber schon, dass das Filmische da zum Teil in höchst artifizieller Form angewendet wird. Wegen der schnellen, hektischen Schnitte sind die für mich meist zu anstrengend. Stella Sundheimer: Musik-Videos schaue ich teilweise, irgendwelche Kanäle von Youtube-Stars finde ich megalangweilig. Wie empfinden Sie Pop-Konzerte im Vergleich zu klassischen, Stella? Stella Sundheimer: Bei beiden teilt man ein Erlebnis mit anderen, konzentriert sich gemeinsam auf eine Sache. Bei Popkonzerten kommt manchmal noch eine tolle Light-Show dazu, so dass man in einer anderen Welt ist. Dabei ist es aber wichtig, dass man sein Handy ausschaltet und nicht gleichzeitig allein mitteilt, wo man gerade ist. Ansonsten erinnert man sich viel weniger, wie es war. Wie viel bekommen Sie, Rainer, von moderner Musik mit? Rainer Wolf: Die spielt für mich keine Rolle. Es ist vielleicht ein Privileg des hohen Alters, dass man sich nicht mehr für alles interessieren muss. Aber wenn ich mehr junge Menschen kennen würde, die mir ihre Musik vorspielen, hätte ich vielleicht eine andere Einstellung. Bei klassischer Musik finde ich es schade, dass da meist nur älteres Publikum – der Silbersee – im Publikum sitzt. Das hängt sicher nicht nur mit mehr Interesse, sondern auch mit den hohen Kosten für Eintrittskarten zusammen. Bringt es etwas, Kinder früh in Kontakt mit Klassik zu bringen? Rainer Wolf: Es gibt mannigfache Bemühungen, ein junges Publikum heranzuziehen. Ich finde es zum Beispiel sinnvoll, wenn man Kinder spielerisch an die Instrumente heranführt. So etwas gab es früher nicht. Stella Sundheimer: Ich kann mich noch genau dran erinnern, wie toll ich im Kindergarten eine Führung durch die Oper fand, weil man dabei auch hinter die Bühne konnte. Bei einer anderen Gelegenheit durften wir selbst etwas inszenieren. Das hat mich wahnsinnig begeistert. Mitmachen bringt mehr als still sitzen, zuhören oder zuschauen zu müssen, was vielen Kindern schwer fällt. Brauchen Sie als Kontrast zum Musikhören auch Stille? Rainer Wolf: Die suche und genieße ich sehr als Alternative. Es ist aber nicht so, dass ich mich von morgens bis abends beschalle. Stella Sundheimer: Ich höre meist Musik oder singe vor mich hin, mag es manchmal aber auch ruhig. Von Antoinette Schmelter-Kaiser

ouverture

23. Januar

Haydn . Mozart (Querstand)

Joseph Haydn (1732 bis 1809) hat erstaunlich wenige Solo-Konzerte geschrieben; entstanden sind sie üblicherweise als Gelegenheitswerke, für befreundete Musiker. Norbert Anger lässt auf dieser CD gemeinsam mit den Dresdner Kapellsolisten unter Leitung von Helmut Branny jene bei- den Violoncello-Konzerte erklingen, bei denen die Autorschaft Haydns gesichert ist, weil Autographen auf- gespürt worden sind.  Das erste Cellokonzert in C-Dur Hob VIIb:1 komponierte Haydn vermutlich um 1765 für seinen Freund Joseph Franz Weigl, Erster Cellist der Hofkapelle beim Fürsten Esterházy. Es wirkt noch ziemlich barock – ganz anders als das zweite Cellokonzert in D-Dur aus dem Jahre 1783. Es entstand für Anton Kraft, der von 1778 bis 1790 in der Eisenstädter Hofkapelle musizierte, und um 1800, wie auch sein Sohn Nikolaus, als der beste Cellist in Wien galt. Dieses zweite Konzert wiede- rum kann sowohl in seiner Struktur als auch in seiner Melodik und Har- monik als das Musterbeispiel eines klassischen Konzertes gelten.  Ergänzt wird das Programm durch das Konzert D-Dur für Violoncello und Orchester von Wolfgang Amadeus Mozart. Kenner der Materie werden nun stutzen und darauf hinweisen, dass Mozart doch gar kein Cellokonzert geschrieben hat. Cellisten haben das immer bedauert, und deshalb gab es etliche Versuche, andere Konzerte des Komponisten für das tiefe Streich- instrument umzuarbeiten. So hat der Spanier Gaspar Cassadó Moreu (1897 bis 1966) Mozarts Hornkonzert Es-Dur KV 447 adaptiert. Er hat dazu nicht nur die Tonart geändert, sondern mit Kürzungen und Hinzufügungen auch in die Substanz eingegriffen. Cassadó hat dieses Werk 1930 in Bukarest zum ersten Male gespielt, und es danach in sein Konzertrepertoire aufgenommen.  Bekannt sind alle drei Konzerte. Dem Label Querstand kann man zu dieser Einspielung mit Norbert Anger und den von Helmut Branny geleiteten Dresdner Kapellsolisten nur gratulieren – denn diese gelungene CD wird ganz sicher ihre Käufer finden; sie hätte ohne Zweifel auch bei den „Platz- hirschen“ der Branche gut ins Programm gepasst.  Norbert Anger ist seit 2013 Konzertmeister der Violoncelli der Sächsischen Staatskapelle Dresden. Er ist Preisträger vieler renommierter internationa- ler Wettbewerbe, darunter der Tschaikowski-Wettbewerb in Moskau, der Concours Rostropovich in Paris oder der Deutsche Musikwettbewerb. Der Dresdner Cellist musiziert sehr souverän und klangschön, mit edlem, wie von innen erstrahlenden Ton – was besonders Haydns zweites Cellokon- zert zu einem Erlebnis werden lässt. Die Dresdner Kapellsolisten, gegrün- det 1994, sind ihm dabei kompetente Partner. Bravi! 



ouverture

17. Dezember

Tchaikovsky: Ballet Suites for Piano Duo (Pentatone)

„One evening after a beautiful dinner, a good friend of ours with a love for rare and obscure music, handed us Arensky's arrangement of Tchaikovsky's Nutcracker to play as a piano duet“, berichten Mari und Momo Kodama im Beiheft zu dieser CD. „There and then, we sight-read it over a glass of wine all in the name of fun. The scores turned out to be such wonderful music that we decided to play it in our concerts, and that was a great success! Following that, we looked up on more arrangements made by other famous composers, such as Debussy ans Rachmaninov, of Tchaikovsky's ballets, that a friend had told us about.“  Letzten Endes ist daraus dann dieses Album entstanden. Die beiden Schwestern lieben Tschaikowskis Ballettmusiken, vor allem Nussknacker, seit ihrer Kindheit. „We practically grew up with the Nutcracker“, er- innern sich die Pianistinnen. „We were about three or four years old when our music teacher gave us a recording – our first recording of Nutcracker which we played at the time.“ Diese Liebe ist offenbar immer noch sehr lebendig, und prägt das Spiel der beiden Klaviervirtuosinnen. Die Nuss- knacker-Suite, die hier in der Version von Anton Stepanowitsch Arenski (1861 bis 1906) zu hören ist, erklingt äußerst sorgsam ausgearbeitet, und mit einem hinreißenden Farbenreichtum – es ist wirklich eine Pracht.  Weniger anfangen kann ich mit der Dornröschen-Suite, die einst der 18jährige Sergej Rachmaninow für Klavier zu vier Händen bearbeitet hat. Wie man im Beiheft lesen kann, war auch Tschaikowski einst damit nicht glücklich, und hat umfangreiche Korrekturen vorgenommen. Wie auch immer – mein Favorit ist das nicht.  Spannend ist allerdings Schwanensee – zu diesem Ballett existieren offenbar gleich zwei Suiten. Die eine, geschaffen vom Moskauer Klavierprofessor Eduard Langer (1835 bis 1905), besteht eigentlich aus sechs Stücken; die Kodama-Schwestern haben daraus zwei berühmte Szenen und den Tanz der kleinen Schwäne ausgewählt. Die andere Suite wurde geschaffen vom blutjungen Claude Debussy (1862 bis 1918), der 1880 Tschaikowskis Mäzenin Nadjeschda von Meck auf ihren Reisen durch Europa begleitete, und ihren Kindern Klavierunterricht gab. Er hat den russischen, den spanischen und den neapolitanischen Tanz für Klavierduo bearbeitet – und das sehr charmant. 

ouverture

13. Dezember

Tchaikovsky: Der Nussknacker / Stravinsky: Divertimento aus Der Kuss der Fee (Oehms Classics)

Weihnachten – dieses Fest ist untrennnbar verbunden mit der Histoire d'une casse-noisette, von Alexandre Dumas d. Ä., die wiederum auf dem Märchen Nußknacker und Mausekönig von E. T. A. Hoffmann beruht. Das Ballett, getanzt zur Musik von Peter Tschaikowski (1840 bis 1893), gehört ebenso zur Advents- zeit wie Weihnachtsmarkt, Glühwein, Kerzen und Räuchermännchen.  In jedem Jahr erglänzen Kinderaugen beim Anblick des großen Weihnachtsbaumes, umgeben von fröhlichem Gewusel. Wer schätzt sie nicht, diese ganz besondere Stimmung, wenn der geheimnisvolle Pate Droßelmeier eintritt und seine Geschenke verteilt, wenn der Nußknacker zum Leben erwacht und sich in einen Prinzen verwandelt, und wenn die Schneeflocken ihren Walzer tanzen? Und auch die Großen halten den Atem an, wenn die Spielzeugsoldaten versuchen, das Heer des Mausekönigs abzuwehren. Diesen Vorweihnachtszauber bringt nun das Gürzenich-Orchester Köln unter Leitung seines Ehrendirigenten Dmitrij Kitajenko in jede Stube. Die Musiker haben auf zwei CD die komplette Ballettmusik eingespielt, nebst einigen Melodien aus Der Kuss der Fee von Igor Strawinsky (1882 bis 1971). Dieses Ballett hatte der Komponist seinerzeit auf Wunsch der russischen Primaballerina Ida Rubinstein geschaffen, mit musikalischem Material von Tschaikowski und nach dem Märchen Die Eisjungfrau von Hans Christian Andersen – ein Schelm, wer dabei an Freud denkt. Wie auch immer; ein Erfolg jedenfalls wurde das Ballett seinerzeit nicht, und Strawinsky stellte aus der Musik eine Suite zusammen, die er Divertimento nannte.  Kitajenko lässt diese Musik tänzerisch-beschwingt spielen, detailreich und fein abgestimmt. So wirkt sie immer elegant, bleibt stets lebendig und im Fluss. Das Gürzenich-Orchester folgt Kitajenkos Dirigat geschmeidig und engagiert. Akzente, Rubato, Crescendo und Diminuendo – mit höchster Präzision setzen die Musiker seine Vorgaben um; der Orchesterklang, der daraus resultiert, zeichnet sich durch Transparenz und Klarheit aus. Und ein kleines bisschen Puderzucker, wohldosiert eingesetzt, hat doch seine Reize. Geradezu liebevoll zelebriert werden zudem Klangfarben – man höre nur den Blumenwalzer, es ist wirklich eine Pracht. Kitajenko macht deutlich, dass „romantisch“ durchaus ein Kompliment sein kann. Eine der schönsten Nußknacker-Aufnahmen, unbedingt anhören! 

Pjotr Iljitsch Tschaikowski
(1840 – 1893)

Pjotr Iljitsch Tschaikowski (25. April 1840 - 25. Oktober 1893) war ein russischer Komponist. Obwohl er nicht der Gruppe der Fünf angehörte, gilt er als bedeutendster russischer Komponist des 19. Jahrhunderts.



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