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Klassische Musik und Oper von Classissima

Pjotr Iljitsch Tschaikowski

Sonntag 26. Juni 2016


Crescendo

6. April

Beethoven besiegt Mozart - Der Menschenerzieher Beethoven beliebter als Menschenversteher Mozart

Crescendo Zum ersten Mal siegt der Menschenerzieher Beethoven im Klassik-Ranking über den Menschenversteher Mozart. Unser Kolumnist wundert sich. Von Axel Brüggemann Über Rankings lässt sich prächtig streiten! Eine der wichtigsten Klassik-Listen bringt der britische Sender Classic FM heraus: Rund 200.000 Menschen wählen hier jedes Jahr ihre „Hall of Fame Charts“. Am Ende stehen 300 Werke auf der ewigen Bestenliste. Den deutschen Klassik-Fan mögen die Ergebnisse erstaunen. Aber sie sind ein trefflicher Anlass, um ein bisschen zu philosophieren: Über die Internationalität der Musik, über die Soundtracks in Hollywood und über das Duell der Komponisten-Giganten Beethoven und Mozart. Also los! In der Classic FM-Liste wird schnell deutlich, dass die Musik, die sich so gern als international und weltumspannend gibt, durchaus lokale Unterschiede aufweist. Wie sonst ist zu erklären, dass die meisten Briten ausgerechnet Ralph Vaughan Williams Werk „The Lark Ascending“ auf den ersten Platz wählten – und das schon im dritten Jahr hintereinander. Eine Wahl, die zeigt, dass der Geschmack in der Klassik durchaus etwas mit geografischen Vorlieben zu tun hat. Seit ich für „arte“ arbeite, weiß ich, wie unterschiedlich nicht nur der Geschmack über die Präsentationsformen von Musik in Frankreich und Deutschland ist, sondern dass sich auch das Kern-Repertoire der Länder grundsätzlich voneinander unterscheidet: Mehr Rameau, Chopin und Dutilleux dort, mehr Mahler, Strauss und Rihm hier. Logisch, dass auf russischen Bestenlisten auch mehr Tschaikowsky und Rachmaninov stehen. Klassik ist eben auch irgendwie patriotisch. Oder: Gewöhnungs- und Erziehungssache. Aber noch etwas erstaunt: die Popularität der Klassik in England wird viel massiver von der Unterhaltungskultur geprägt als anderenorts. Dass einer der großen Gewinner in diesem Jahr Beethovens 7. Sinfonie ist, liegt auch daran, dass sie den Soundtrack für „The King’s Speech“ abgegeben hat. Logisch, dass die Briten auch Filmkomponisten wie John Williams in die Top-300 neben Bach, Beethoven und Mozart wählen. In Deutschland behauptet die Klassik gern, unabhängig von anderen Künsten zu sein. Und besonders dem Kino gegenüber zeigen sich viele Künstler eher skeptisch. In Großbritannien wird es längst als einer der großen Werbe-Plattformen für Beethoven und Co verstanden. Das eigentlich Spannende der 2016er „Hall of Fame“ ist die grundlegende Neuverteilung der 300 Top-Plätze. Zum ersten Mal wird der bislang unangefochtene Megastar der Musik, Wolfgang Amadeus Mozart, als Komponist mit den meisten Stücken unter den Top 300 verdrängt und von Ludwig van Beethoven abgelöst. Der Komponist aus Salzburg ist mit 16 Kompositionen vertreten, der Meister aus Bonn erstmals mit 19. Das verwundert auch deshalb, weil allein Mozarts Werkkanon wesentlich größer ist: All seine Opern von „Zauberflöte“ über „Giovanni“,„Figaro“ und „Cosi“, dazu das Requiem, all die Sinfonien, die großartigen Werke für Kammermusik und, und, und. Beethoven tritt dagegen nur mit neun Sinfonien, einer Oper, fünf Klavierkonzerten, einigen Quartetten und Kirchenwerken an. Und dennoch: Der kleinere opus-Katalog aus Bonn hat das Köchelverzeichnis zum ersten Mal geschlagen. Das wirft so manch Frage auf. Wo bleibt Johann Sebastian Bach? – Ist er nicht der Größte aller Größten? Ist er nicht der Urvater von allem, der Gott unter den Göttern, die Musik aller Musik? Okay, vielleicht sind seine Werke nicht so populär und eingängig wie die von Mozart und Beethoven und vielleicht kommen sie vielen Classic FM-Hörern auch nicht mehr wirklich zeitgemäß vor. Aber vielleicht liegt es auch einfach daran, dass Bach seltener als Filmsoundtrack benutzt wird und seltener in einem weichgespülten Radio wie Classic FM auf der Sendeliste steht. Wie auch immer, mein Plädoyer: Nächstes Jahr einfach mal mehr „Musik wagen“ und Bach wählen! Grundsätzlicher ist die Frage, was es über unsere Zeit aussagt, dass wir zum ersten Mal Beethoven besser finden als Mozart. In diesem Zusammenhang ist spannend, zu fragen, wofür die Komponisten eigentlich stehen. Mozart ist ein Menschenversteher: Egal, wie böse seine Helden sind, irgendwie liebt er sie alle. Mozart mag uns samt unserer Fehler und Schwächen, Politik findet bei ihm immer nur im Mikrokosmos der Zwischenmenschlichkeit statt. Ganz anders Beethoven, dieser einmalige Menschenerzieher. Er ist ein Behauptungsmusiker und ein Revolutionär. Seine Sinfonien sind länger als alles, was zuvor gehört wurde, seine Quartette disharmonischer als es die Regeln seiner Zeit erlaubten. Und dazu immer wieder der Anspruch des Musikers als konkreter Politiker: „Fidelio“ und 9. Sinfonie als schreiende Feiermusiken der Menschlichkeit, die „Dritte“ als Fest des kämpfenden Helden, die „Fünfte“ als unausweichbares Schicksal. Es scheint, als könne unsere Zeit mit Mozarts menschlichen Zwischentönen inzwischen weniger anfangen als mit dem politischen Poltern Beethovens. Fortissimo und Sforzandi scheinen besser in die Zeit unserer Extreme zu passen, in eine Gegenwart, die auf Konfrontation statt auf die Lust am Miteinander ausgerichtet ist. Beethoven ist der kämpferischere der beiden Komponisten, der vermeintlich provokantere, der lautere. Mozarts Sinn für das milde Lächeln, selbst im Angesicht des Todes, scheint derzeit dagegen leider ein bisschen außerhalb unserer Moden zu liegen. Bleibt die Frage nach dem Musikalischen. Tatsächlich ist es so, dass sich nicht nur die Wähler, die bei Classic FM mitgemacht haben, derzeit lieber an Beethoven abarbeiten, sondern auch die Musiker selber. Beethoven ist so etwas wie der Maßstab des eigenen Könnens geworden. Vielleicht ist es Zufall, dass Mozarts Verdrängung von Platz eins in jene Zeit fällt, in der Nikolaus Harnoncourt von uns gegangen ist. Er war es, der in den letzten Jahrzehnten einen vollkommen neuen Mozart erfunden hat, einen Mozart, den heute vielleicht höchstens noch René Jacobs und Theodor Currentzis verteidigen. Einen Mozart der emotionalen Extreme, einen Mozart, dessen große Welt in den Innenwelten seiner Charaktere stattfindet. Aber es war eben auch Harnoncourt, der mit seinem Concentus Musicus in Sachen Beethoven vorgelegt hat (wohl auch, um sich endlich an Karajan abzuarbeiten). Beethovens Sinfonien und Klavierkonzerte scheinen gerade heute wieder so etwas wie eine Messlatte im internationalen Klassik-Geschäft zu sein: Paavo Järvis Ruhm und der seiner Kammerphilharmonie Bremen basieren auf ihrer Beethoven-Interpretation, Christian Thielemann hat die neun Sinfonien kürzlich mit den Wiener Philharmonikern aufgenommen und damit einen Kontrast zu Simon Rattles Wiener Aufnahe gesetzt. Der wiederum hat die Sinfonien nun noch einmal gemeinsam mit seinen Berlinern als Labor-Arbeit verstanden und aufgenommen. An Beethoven messen sich seit jeher die großen Pianisten (Rudolf Buchbinder seit Jahren, nun nimmt ihn auch Igor Levit als Gratmesser). Ganz zu schweigen davon, dass seine Quartette für jedes Kammermusikensemble ein non plus ultra darstellen. Irgendwie ist es heute tatsächlich seine Musik, an der man die Gegenwärtigkeit eines Klangkörpers, eines Dirigenten, eines Solisten oder eines Kammermusikensembles ablesen kann. Kein anderer Komponist scheint so ideal als Maßstab zu dienen wie Beethoven. Er ist – anders als Mozart und besonders Bach – wohl am besten für jede Art von Kompetition und Wettbewerb geeignet und verleitet zur Leistungsschau der eigenen Interpretation. Vielleicht sind all diese Gedanken Grund genug für Rankings wie jenes von Classic FM. Sie zeigen uns vor allen Dingen unseren Blick auf die Musik, erklären, was für Komponisten uns in unserer Gegenwart besonders wichtig sind und durch welche ganz weltlichen Zusammenhänge es uns zu dieser oder zu jener Musik zieht. Für das kommende Jahr drücke ich persönlich dann wider Mozart die Daumen, weil ich persönlich lieber in seiner Welt des Seinlassens leben würde als in der belehrenden Welt Beethovens. Aber das ist Geschmackssache. Und hier noch die Top-20 der Classic FM-Liste. 1 Vaughan Williams The Lark Ascending 2 RachmaninovPiano Concerto No.2 3 Vaughan Williams Fantasia on a Theme by Thomas Tallis 4 ElgarEnigma Variations 5 BeethovenPiano Concerto No.5 (‘Emperor’) 6 Allegri Miserere 7 Mozart Clarinet Concerto 8 Beethoven Symphony No.6 (‘Pastoral’) 9 BeethovenSymphony No.9 (‘Choral’) 10 ElgarCello Concerto 11 BruchViolin Concerto No.1 12 BarberAdagio for Strings 13 Tchaikovsky 1812 Overture 14 HolstThe Planets1 15 Jenkins The Armed Man: A Mass for Peace 16 Pachelbel Canon in D major 17 Uematsu Final Fantasy 18 Dvorak Symphony No.9 (‘From the New World’) 19 BeethovenSymphony No.7 20 BachBrandenburg Concertos

musik heute

14. Mai

Concertgebouw begeistert bei Dresdner Musikfestspielen

Dresden – Das Concertgebouw-Orchester aus Amsterdam hat am Freitagabend das Publikum bei den Dresdner Musikfestspielen mit seinem Auftritt unter Leitung von Semyon Bychkov bezaubert. Bei einem russischen Programm mit Werken von Peter Tschaikowski und Sergej [...] The post Concertgebouw begeistert bei Dresdner Musikfestspielen appeared first on MUSIK HEUTE .




ouverture

18. Februar

Tchaikovsky: Violin Concerto; Stravinsky: Les Noces (Sony)

Diese Aufnahme habe ich etliche Male angehört – und ich verstehe immer noch nicht, warum Patricia Kopatchinskaja das Violinkonzert von Pjotr Iljitsch Tschaikowski (1840 bis 1893) spielt.  „You know, for a long time the Tchaikovsky Concerto was alien to me. To my ears it didn't have any music relevant to our time. Need- lessly masticated by anyone no too lazy to practice, misappropriated for exercises in digital dexterity, spat out in competitions. Moronic violinism, that's what I thought of it“, schreibt die Geigerin im Beiheft zu dieser CD.   Zur Erinnerung: Es ist dieses Konzert, das den Wiener Kritiker Eduard Hanslick einst bescheinigte, es bewege sich eine Weile „maßvoll, musi- kalisch und nicht ohne Geist, bald aber gewinnt die Rohheit Oberhand und behauptet sich bis ans Ende des ersten Satzes. Da wird nicht mehr Violine gespielt, sondern Violine gezaust, gerissen, gebläut.“ Genau so spielt Kopatchinskaja dieses Konzert; sie vermeidet scheu romantische Kantilene und große Bögen, um statt dessen zu zerfetzen, zu schaben und zu kratzen, was der Bogen hergibt. Natürlich kann man Tschaikowski dekonstruieren; man kann ihn musikhistorisch befragen, zergliedern, und spielen, wie man zeitgenössische Musik zu spielen geneigt ist – aber wird das diesem Konzert gerecht?  Im Beiheft liest man einen langen Aufsatz von Patricia Kopatchinskaja in Briefform, in dem sie dieser Musik nachsinnt. Doch die Bilder, die sie hier schildert – man hört sie leider nicht. Auch Teodor Currentzis schreibt einen solchen Brief, viele Worte, sehr blumig und poetisch. Der griechische Dirigent agiert seit einigen Jahren im russischen Perm, und hat diese Aufnahme mit seinem Ensemble Musica Aeterna mitgestaltet. Bislang sind großartige Klänge aus der sibirischen Provinz zu hören gewesen. Das Mozart-Requiem beispielsweise war grandios. Doch mit diesem Tschaikowski-Violinkonzert, eingepackt in soviel Texte, kann ich nichts anfangen.  Warum machen diese Musiker nicht einfach Musik – und akzeptieren dabei, dass Romantik schlicht Romantik ist? Dieses Konzert ist nun einmal Vergangenheit, und wenn man sie in die Zukunft holt, dann sollte man das doch bitte behutsam tun und sehr aufmerksam; vielleicht so, wie man eine wertvolle alte Vase aufstellt, um sie respektvoll zu bewundern. Stellt man sie allzu derb in die Zugluft, dann reisst sie der Wind möglicherweise herunter. Man hat dann die Scherben – aber befriedigt das?  Hanslicks Kritik gipfelte einst in der Feststellung: „Tschaikowskis Violinkonzert bringt uns zum erstenmal auf die schauerliche Idee, ob es nicht auch Musikstücke geben könne, die man stinken hört.“ Wenn man dem künstlerisch nichts hinzuzufügen hat, dann sollte man es vielleicht einfach lassen.  Für den zweiten Teil der CD wählte Currentzis Les Noces, ein selten zu hörendes Werk von Igor Stravinsky. Das Stück ist besetzt mit einem Sängerquartett, Chor, vier Pianisten und sieben (!) Schlagzeugern. Es schildert eine russische Bauernhochzeit, und wurde als Tanzkantate komponiert, als Ballettmusik. Gewidmet ist es Serge Diaghilev, der es 1923 in Paris mit seinen Balletts Russes uraufgeführt hat. Und dieser Teil der CD ist dann wirklich gelungen. 



ouverture

10. März

Grigory Sokolov (Melodija)

Aufnahmen mit dem russischen Pianisten Grigory Sokolov sind Raritäten. Der Musiker, der als derzeit weltbester Pianist gilt, hat schon sehr lange keine Studio- aufnahmen mehr gemacht, und auch Live-Mitschnitte sind nicht besonders viele verfügbar. Das russische Label Melodija hat nun seine Schatz- kammern geöffnet – und einige dieser Aufzeichnungen aus den Archiven geholt. Darunter befindet sich auch ein ganz besonderes Tondokument: Aufnahmen jenes Konzerts, mit dem Sokolov seinerzeit 1966 im Alter von nur 16 Jahren die Goldmedaille des Tschaikowski-Wettbewerbs gewann. Er spielte damals die Etüde op. 25, Nr. 11 von Frédéric Chopin und die Etüde op. 8, Nr. 10 von Alexander Skrjabin. Die beiden CD enthalten zudem einen Mitschnitt von Schumanns Carnaval op. 9 aus dem Jahre 1967, Schuberts a-Moll-Klaviersonate D784 sowie eine weitere Chopin-Etüde und eine Mazurka, aufgezeichnet 1969, dazu Skrjabins Sonate Nr. 9, op. 68, Fragmente aus dem Ballett Petruschka von Igor Strawinsky, sowie die Klaviersonaten Nr. 7 und 8 von Sergej Prokofjew.  Auch wenn Sokolov heute noch wesentlich klarer strukturiert – seine unentwegte Suche nach dem Kern eines jeden Werkes, nach der ange- messenen Interpretation ist bei diesen frühen Aufnahmen bereits zu spüren. Es ist sehr erfreulich, dass man diesem grandiosen Pianisten in Zukunft (hoffentlich!) öfters zuhören kann. Einige seiner Konzertauftritte von seiner Studienzeit bis hinein in die 80er Jahre jedenfalls sind nun auf diesen beiden CD zu erleben.

Pjotr Iljitsch Tschaikowski
(1840 – 1893)

Pjotr Iljitsch Tschaikowski (25. April 1840 - 25. Oktober 1893) war ein russischer Komponist. Obwohl er nicht der Gruppe der Fünf angehörte, gilt er als bedeutendster russischer Komponist des 19. Jahrhunderts.



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Nussknacker Ouvertüre 1812 Schwanensee Violinkonzert Mazeppa

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